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30.12.2009, 17:02 Uhr | Westfälische Nachrichten - Theo Heitbaum - Übersicht | Drucken
Für einen sicheren Schulweg

Wo lauern Gefahren auf dem Weg zur Schule? Kann ich daran vorbeigehen? Gibt es einen besseren, sicheren Weg zur Schule? Antworten aus Sicht der Kinder soll eine Broschüre „Mein sicherer Schulweg“ künftig den Erstklässlern der Ascheberger grundschulen und ihren Eltern geben.


Foto
Fotomontage: (hbm)
In einigen Nachbarkommunen wurde das Konzept schon erfolgreich umgesetzt. Wichtig beim Erstellen der Broschüre sind die Schulkinder selbst. In Dülmen wurden beispielsweise Drittklässler als „Schulweg-Detektive“ auf die Reise geschickt. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin waren sie unterwegs, um potenzielle Gefahrenpunkte aufzudecken. Das war Sachkundunterricht im Dienste der künftigen i-Männchen.
Auf dem Schulwegplan werden Ampeln und Zebrastreifen ebenso eingezeichnet wie potenzielle Gefahrenpunkte, die mit Fotos veranschaulicht und schriftlich erläutert werden. „Das Heft ist eine Arbeitsgrundlage für die Eltern. Sie sollten den Schulweg mit den Kindern durchsprechen und vor allem praktisch mit ihnen üben“, appelliert Werner Bolle von der Polizeiwache Dülmen beim Vorstellen der Broschüre in der Tiberstadt. In der Gemeinde Ascheberg soll die Broschüre zum kommenden Schuljahr erarbeitet werden. Die Detektive werden also Anfang 2010 auf die Reise gehen.

Die Kommunalpolitiker haben das Thema aus einem anderen Blickwinkel auf den Weg gebracht. Sie haben die Verwaltung beauftragt einen Schulwegkonzept zu erstellen. Hintergrund des CDU-Antrages, der hinter diesem Schulausschussbeschluss steht, ist, dass es immer wieder Einzelmaßnahmen gegeben hat, um die Sicherheit auf den Schulwegen zu verbessern. In Herbern haben die Christdemokraten sich beispielsweise im Wahlkampf für einen Zebrastreifen auf der Ascheberger Straße ausgesprochen, um den Kindern des Baugebiets Mühlenberg mehr Sicherheit beim Überqueren der Straße zu bieten. Ein entsprechender Antrag wurde von den zuständigen Behörden mit Hinweis auf das zu geringe Verkehrsaufkommen (WN berichteten) abgelehnt. Jetzt soll auch dieses Thema neu aufgegriffen werden. Die Verwaltung soll, so der Wunsch der Kommunalpolitik, möglichst viele Beteiligte (Polizei, Schule, Eltern) einbinden. Leichte Zweifel am Erfolg der Strategie äußerte im Ausschuss nur Petra Haverkamp (SPD): „Wenn Straßen.NRW etwas einmal abgeblockt hat, haben wir dann bessere Chancen mit einem Konzept?“ Denn das ist das Risiko des Konzeptes: In der Verwaltung wird Zeit und Arbeitskraft aufgewendet, doch übergeordnete Behörden spielen nicht mit.


aktualisiert von Heinz Ringelkamp, 30.12.2009, 17:03 Uhr

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