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Presse
27.11.2009, 18:39 Uhr | Westfälische Nachrichten -sh- Übersicht | Drucken
CDU-Stammtisch: Mehr Sicherheit in Schulbussen

Mit den Problemthemen "Schulbusverbindungen zwischen Ascheberg und Lüdinghausen" und "Bushaltestellen" befasste sich auf Einladung der CDU-Fraktion am Dienstagabend ein Stammtisch im Hotel "Goldener Stern". Für die Diskussion mit betroffenen Eltern und Schülern hatte die CDU-Fraktion Klaus Matthies und Michael Klüppel vom Regionalverkehr Münsterland (RVM) gewonnen. "Mit dem Stammtisch wollen wir den Anfragen zum öffentlichen Nahverkehr begegnen", erklärte der Fraktionsvorsitzende Ludger Wobbe.


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Die Resonanz war relativ gering. Lediglich eine Schülerin und nur eine Handvoll Eltern sowie andere Betroffene nahmen teil. Die Interessengemeinschaft "Sicherer Schulweg" dagegen beteiligte sich mit drei Vertreterinnen rege an der Diskussion.
Dietmar Panske und Rainer Zahlten hatten sich im Vorfeld die Situation in den Bussen und an den Haltestellen angesehen. Ihre Erfahrungen deckten sich grundsätzlich mit denen der Interessengemeinschaft. Es gibt zu wenige Sitzplätze, und beim Einstieg an den Haltestellen spielen sich regelmäßig gefährliche Szenen ab. Betroffene Eltern berichteten von Blessuren, die sich ihre Kinder beim Sturz im Bus zugezogen hatten. "Meine Tochter hat mir kürzlich berichtet, dass im Bus wieder ,Domino-Day' war", berichtete Petra Panske. Oft können die kleineren Kinder die Haltegriffe gar nicht erreichen.
"Unser langfristiges Ziel ist, dass jedes Kind einen Sitzplatz bekommt. Und wenn das schon nicht erreicht werden kann, dann sollte wenigstens jedes Kind an einen Haltegriff kommen", erklärte Zeliha Köhler von der Interessengemeinschaft. Von diesem Ziel ließ sich Köhler nicht durch Statistiken, die Klaus Matthies hinsichtlich der Sicherheit im Bus und der wirtschaftlichen Überlegungen anführte, abbringen. "Statistisch mag der Bus ein sicheres Verkehrsmittel sein, aber wenn etwas passiert, dann ist es eine Tragödie", wandte Köhler ein.
In Zusammenarbeit wollen Gemeinde, RVM und Eltern nun folgende erste Schritte angehen, um eine langfristige Lösung voranzutreiben. Zum einen soll die Auslastung der Busse durch eine Bedarfsanalyse ermittelt werden, um eventuell durch eine Umverteilung der Busse die Problematik abzumildern. Zum anderen wird über den Einsatz von Busbegleitern nachgedacht. Außerdem wird geprüft, ob zusätzliche Haltegriffe für kleinere Kinder angebracht werden können. Auch das Anfahren von mehr Haltestellen wird in Betracht gezogen, damit die Schüler sich besser auf die Busse verteilen. Das Gedrängel an den Haltestellen könnte ferner mit dem Einsatz einer "weißen Linie" in Verbindung mit "Bus-Guides" vermieden werden.



aktualisiert von Heinz Ringelkamp, 27.11.2009, 18:41 Uhr

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